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Thomas Ochs - Achtsaitige Konzertgitarre in Kasha Bauweise |
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Damit das Instrument die unterschiedlichen Frequenzen möglichst ausgewogen abstrahlen kann, ist die Innenkonstruktion stark asymmetrisch. Der flexible Boden (= Rückteil) befördert die Tonabstrahlung im Bassbereich und löst damit ein Konstruktionsproblem traditioneller Bauweisen. Das Schallloch (üblicherweise in der Deckenmitte) befindet sich bei diesem Modell im Seitenteil (Zargen) der Gitarre. Dies vergrößert die schwingende Deckenfläche erheblich und befördert ebenfalls die Bassabstrahlung. Die Lage des Schalllochs ist dem Spieler zugewandt, so dass sich dieser, besonders im Ensemble, selbst deutlicher spielen hört. Zwei zusätzliche, auf dem Griffbrett spielbare Basssaiten erweitern den Tonumfang des Instruments auf über vier Oktaven. Sie erlauben dem Gitarristen mehr Griffmöglichkeiten. Der Musiker kann dadurch Barock- und Lautenmusik mit den notierten Fingersätzen auch auf der Gitarre spielen und in der zeitgenössischen Gitarrenmusik mit neuen Ausdrucksmöglichkeiten experimentieren. Die Verzierung des Instruments verzichtet auf überladene Ornamentik und Mosaikeinlagen. Das Schallloch und der Korpus werden von schlichten Zierspänen und Rändern aus Edelholz eingefasst. Die Exklusivität der verwendeten Hölzer und zahlreiche Details, wie die Gehrungen an den Zusammenschnitten der Randeinlagen, unterstreichen die Wertigkeit des Instrumentes als handgearbeitetes Einzelstück aus Meisterhand. Als Tonholz können für Boden und Zargen heimische (Kirschbaum, Nussbaum, geflammter Ahorn) oder tropische (Cocobolo, Ostindischer Palisander, Santos Palisander, Makassar-Ebenholz) Edelhölzer gewählt werden. Für die Decke wird feinjährige Fichte oder Western Red Cedar angeboten. Alle Hölzer sind selbstverständlich gut abgelagert (> 5 bis 50 Jahre) und von ausgesuchter Qualität. Dieses Instrument wurde im Mai 2006 mit dem Designpreis „Seitensprünge“ des Oberfränkischen Handwerks und im März 2007 im Rahmen der 59. Internationalen Handwerksmesse in München mit dem Bayerischen Staatspreis für hervorragende technische Leistungen im Handwerk ausgezeichnet.
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Dieses Instrument unterscheidet sich sowohl in seiner Konstruktion als auch in seiner äußeren Gestaltung deutlich von der gängigen klassischen Konzertgitarre. Inspiration für die Konstruktion sind die Forschungen zur Akustik der Gitarre des amerikanischen Physikers Prof. Dr. Michael Kasha. Der Entwurf setzt die daraus abgeleiteten Veränderungen konsequent um.
